Psychotherapie .

Psychotherapie oder Beratung?

Krisen und schwierige Lebensphasen sind Teil eines jeden menschlichen Lebens. Oft bringen plötzlich eintretende oder auch schleichend veränderte Umstände, eine Trennung oder der Verlust eines nahestehenden Menschen, berufliche Veränderungen, Krankheit oder der Übergang in eine neue Lebensphase, Menschen aus dem Gleichgewicht. Idealerweise führt dies zu einer Anpassungsreaktion, die das innere Gleichgewicht wiederherstellt. Gelingt dies jedoch nicht, können Betroffene in einem belastenden Zustand verharren. Alleine aus einer solchen Situation herauszukommen ist oft schwer. Entscheidend ist dabei auch, wie lange dieser schwierige Umstand andauert, wie stark der Leidensdruck ist und wie gut es gelingt, Chancen zu nutzen, um größere gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Manchmal genügen schon einige Gespräche mit einer neutralen, fachkundigen Person, um zur richtigen Zeit Unterstützung zu erhalten. Diese Beratungsgespräche können – früh genug eingesetzt – oft viel bewirken. Wenn sich jedoch beispielsweise eine Depression entwickelt oder andere Gründe es notwendig machen, kann ein fließender Übergang zur Psychotherapie sinnvoll sein. Bei besonders starken Beschwerden kann auch eine vorrübergehende medikamentöse Unterstützung hilfreich sein. Diese sollte gezielt und nicht vorschnell oder ausschließlich eingesetzt werden.

Psychotherapie – Wissenschaftlich fundiert, individuell abgestimmt

In meiner psychotherapeutischen Arbeit verbinde ich fundiertes Wissen aus wissenschaftlich anerkannten, evidenzbasierten Verfahren mit einer individuell auf Sie abgestimmten Herangehensweise. Mein Schwerpunkt liegt im tiefenpsychologischen Bereich, wobei ich je nach Bedarf auch verhaltenstherapeutische Methoden sowie neuere Ansätze aus den Bereichen Achtsamkeit, Acceptance-and-Commitment-Therapie, Systemische Therapie, Emotionsfokussierung oder die Arbeit mit persönlichen Werten einfließen lasse. Körpernahe Verfahren wie Autogenes Training ergänzen meine Arbeit, um eine ganzheitliche Unterstützung anzubieten.

Mein Wissen stütze ich neben meiner Ausbildung auf kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen, Fachliteratur, den Austausch mit Kolleg:innen, Super-und Intervisionen und den reichen Erfahrungsschatz, den die Arbeit und das Leben – auch im Kontext von Familie und Freunden – bereithält. Besonders prägend sind für mich hier die Begegnungen mit den Menschen, die ich bereits therapeutisch begleiten durfte. Jede Therapie ist für mich ein einzigartiger Prozess des Lernens und des Wachstums, der mich inspiriert und mein therapeutisches Verständnis immer weiter vertieft.

Gemeinsam erarbeiten wir einen Weg, der sich an Ihren individuellen Zielen, Bedürfnissen und Werten orientiert – stets mit einem respektvollen Blick auf Ihre persönliche Lebensgeschichte und Ihren eigenen Rhythmus.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes (Richtlinien-) Verfahren, das nachweislich hilft, psychische Beschwerden zu behandeln, die (auch) auf unbewussten Konflikten oder Belastungen beruhen. Gemeinsam schauen wir auf Ihre Lebensgeschichte, um zu verstehen, wie frühere Erfahrungen Ihr Denken, Fühlen und Handeln heute beeinflussen. Ziel ist es, diese Muster zu erkennen, aufzulösen und einen gesünderen Umgang mit Herausforderungen zu entwickeln.

Neben der Einzeltherapie bietet die gruppentherapeutische Anwendung hier zusätzliche Vorteile. In der Gruppe können Sie in einem geschützten Rahmen von den Erfahrungen anderer profitieren, neue Perspektiven gewinnen und wertvolle Unterstützung erleben. Der Austausch stärkt die Selbstwahrnehmung und fördert das Verständnis für zwischenmenschliche Beziehungen.

Wichtig zu wissen: Eine Psychotherapie kann nur durchgeführt werden, wenn eine entsprechende Diagnose nach der International Classification of Diseases (ICD) vorliegt. In diesem Fall übernehmen die privaten Krankenkassen in der Regel die Kosten. Eine Diagnosestellung ist prinzipiell durch mich möglich – bei manchen Krankheitsbildern kann es notwendig sein, ein(e) Fachkolleg:in aus dem Bereich der Psychiatrie hinzuzuziehen.